Pflastersteine richtig verlegen – Der Weg zur schönen Auffahrt

Pflastersteine richtig  verlegen – Der Weg zur schönen Auffahrt

Der erste Eindruck zählt. Die Hofeinfahrt ist das Aushängeschild eines jeden Hauses. Eine sorgsam gepflasterte Einfahrt wertet jedes Grundstück optisch auf. Damit also nicht nur Ihr Auto glänzt, sondern auch Ihre Einfahrt, geben wir Ihnen hilfreiche Tipps für die Auswahl und das Verlegen von Pflastersteinen.

Pflasterstein ist nicht gleich Pflasterstein. Es gibt eine riesige Auswahl an verschiedenen Steinarten. Welche Sie wählen hängt davon ab, wofür sie verwendet werden sollen. Dabei geht es neben der Optik auch darum, was Ihre Pflastersteine aushalten sollen. Bei Woehe & Heydemann gibt es zum Beispiel eine umfangreiche Auswahl, von modernen und rustikalen Pflastersteinen.

Unterschiedliche Pflastersteine

Pflastersteine als Strassenbelag

Doppel T- Verbundpflaster ist eig gängiges Strassenpflaster (c) Lupo / pixelio.de

Generell muss zwischen Pflastersteinen und Terrassenplatten unterschieden werden. Der wesentliche Unterschied der Produkte liegt vor allen Dingen in der Stärke der Steine. Für Wege die von PKWs befahren werden sollen, sollten Pflastersteine mit einer Dicken von mindestens 6 cm verwendet werden. Platten für Terrassen und Hauszugänge müssen nicht so einer großen Belastung standhalten und sind daher in der Regel nicht dicker als 5 cm.

Ökopflaster

Die Besonderheit an Ökopflastersteinen ist, dass sie eine hohe Versickerung der Niederschläge gewährleisten. Über Splitt- oder Rasenfugen kann das Regenwasser ablaufen.

Natursteinpflaster

Natursteinpflaster werden aus bearbeiteten oder unbearbeiteten Natursteinen gewonnen. Vor allem aus Steinen, die eine ausreichende Festigkeit ausweisen, wie Granit, Basalt oder Porphyr. Durch schonende Sprengverfahren wird das Grundmaterial im Steinbruch abgebaut und später, durch manuelle Zerkleinerungsmethoden weiter verarbeitet. Natursteinpflaster sind durch ihre rustikale und lebendige Anmutung für die Gestaltung von Flächen, in einem natürlichen und mediterranen Stil, sehr beliebt.

Betonsteinpflaster

Betonsteinpflaster ist preiswerter und lässt sich präziser verarbeiten als Naturstein. Es gibt unterschiedliche Form- und Farbkombinationen von Betonsteinen. Hergestellt werden Betonpflastersteine industriell, aus einer Mischung von Zement, Wasser und Gesteinskörnung.

In 7 Schritten zur Traum-Auffahrt

Pflastersteine professionell verlegen

Professionelle Verlegung von Pflastersteinen (c) piu700 / pixelio.de

Damit Sie auch lange Zeit Freude an Ihrer neuen Auffahrt haben und die Pflastersteine auch starker PKW Belastung standhalten, muss die Fläche fachgemäß verlegt werden. Daher geben wir Ihnen im Folgenden Tipps zur professionellen Verlegung von Pflastersteinen.

Zunächst sollte überprüft werden, dass das gelieferte Material der Bestellung entspricht. Falls es Abweichungen in z.B. Farbe oder Menge gibt, muss dieses umgehend mit dem Vertragspartner geklärt werden, bevor die Arbeiten beginnen können.

1. Vorarbeiten

Zu Beginn der Arbeiten muss der Weg abgesteckt werden, auf dem später die Pflastersteine verlegt werden sollen. Dann muss das „Planum“ erstellt werden. Dies bezeichnet die hergestellte Oberfläche, auf der die Pflastersteine verlegt werden.

2. Randeinfassung

Für eine stabile Wegbegrenzung werden Randplatten und Tiefbordsteine verlegt. Diese werden höhen- und fluchtgerecht auf ein Betonfundament gesetzt und erhalten eine Rückenstütze, ebenfalls aus Beton.

3. Tragschicht

Die Tragschicht wird in der Regel aus Gesteinskörpern, also Schotter oder Kies, hergestellt. Die Tragschicht wird mit einem Flächenrüttler verdichtet. Einen Flächenrüttler kann man sich problemlos im Baumarkt leihen. Wichtig ist, dass diese Schicht ausreichend wasserdurchlässig ist. Die Mindestquerneigung liegt bei 2,5 %. Die optimale Höhe der Tragschicht beträgt 30 cm.

4. Bettungsschicht

Auf die Tragschicht folgt die Pflasterbebettung, mit einer Dicke von 3-5 cm. Die Bettungsschicht muss ebenmäßig aufgetragen werden. Sie wird durchfeuchtet angeliefert und muss dann zeitnah aufgetragen werden. Danach darf die Schicht nicht mehr betreten werden. Die Körnung beträgt 5 mm.

5. Verlegung

Nun kann mit der Verlegung der Pflastersteine gemäß dem gewünschten Muster begonnen werden. Es muss sichergestellt werden, dass eine ausreichende Fugenbreite gewährleistet wird. Diese muss zudem einen gleichmäßigen Verlauf haben.

6. Verfugen

Die Fugen werden mit feinem Sand vollständig aufgefüllt. Dieses geschieht kontinuierlich durch Fegen mit einem Besen während der Verlegearbeiten.

7. Abrütteln

Nachdem alle Stellen gründlich verfugt wurden, werden die Steine nochmal gründlich abgefegt. Dann kann mit dem Abrütteln der Steine begonnen werden. Dies hat den Zweck, Höhenunterschiede auszugleichen und eine gute Standfestigkeit zu gewährleisten.

Wenn Sie nun erfolgreich Ihre Auffahrt gepflastert haben und auf den Heimwerker Geschmack gekommen sind, bietet sich natürlich der Bau einer Garage oder eines Carports an. Nach der Planung kann man sich hier an ein Bauunternehmen wenden. Es gibt es natürlich vieles zu bedenken, wie zum Beispiel die Wahl des Daches und die Frage des Materials. Ebenfalls die Qual der Wahl haben Sie bei den passenden Türen für ihre Garage. Genauso wie bei der Haustür, sollten Sie hier Wert auf einen ausreichenden Einbruchsschutz legen.

Wissenswertes: Geschichte der Pflastersteine

Bunte Pflastersteine

Bunte Natursteinpflaster für eine mediterrane Anmutung (c) Bobby M / pixelio.de

Mit Pflastersteinen wurde schon im Römischen Reich gebaut. Mit Natursteinen aus Basalt oder Kalkstein wurden Straßen in unregelmäßiger Anordnung gepflastert. Auch an Querneigungen zur Entwässerung wurde damals schon gedacht. Im 11. Jahrhundert nahm in China die Bedeutung von Pflastersteinen, insbesondere von Kieselsteinpflaster zu. Vor allem in chinesischen Gärten wurden diese verlegt, in unterschiedlichen Farben und mit Ornamenten verziert. Diese sollten Geschichten und Botschaften vermitteln.

Mitte des 19. Jahrhunderts erschienen erste Richtlinien zum Einbau von Straßenpflastern, deren Grundaussagen teilweise noch heute ihre Gültigkeit besitzen.

Im Straßenverkehr haben sich heute die Teer- und Asphaltstraßen aufgrund ihrer Tragfähigkeit, ihrem geringerem Geräuschpegel und ihrer Ebenheit durchgesetzt.

Auf Pflasterstein stößt man jedoch heute immer noch häufig in Fußgängerzonen oder in Altstädten. Mit der zunehmenden Denkmalpflege von Städten, hat auch das Bewusstsein für historische und dekorative Straßen zugenommen.

Eine ganz besondere Bedeutung haben die so genannten „Stolpersteine“. Der Künstler Gunter Denning hat dieses Projekt 1995 ins Leben gerufen. Gedenktafeln aus Messing erinnern an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, zur Zeit des Nationalsozialismus. Rund 17.000 solcher Stolpersteine wurden inzwischen ebenerdig in das Pflaster von Gehwegen eingefügt.

Dabei handelt es sich um von Hand gefertigte Steine, mit in Messing eingravierten Angaben zum jeweiligen jüdischen Mitbürger. Die Stolpersteine wurden vor den jeweiligen Hauseingängen der betroffenen Menschen in den Bürgersteig eingesetzt.

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