Uber – die neue Taxikonkurrenz

Uber – die neue Taxikonkurrenz

Uber ist eine Plattform, die per App Fahrgäste an Taxifahrer und private Fahrer vermittelt und seit einiger Zeit auch in Deutschland den Staub, der sich auf dem alteingesessenen Taximarkt niedergelegt hat, aufwirbelt. Der Dienst verspricht nicht nur möglichst schnell eine passende Mitfahrgelegenheit zu finden, wenn der Schuh drückt, sondern dieses Unterfangen auch noch möglichst kostengünstig abwickeln zu können. Das Startup Uber möchte die Personenbeförderung in Deutschland revolutionierten, aber ein Verbot könnte dieses Unterfangen behindern.

Mit Uber von A nach B

Uber - Taxi

Konkurrenz durch Uber Taxi-Nutzung (c) Q.pictures / pixelio.de

Das Startup kann in drei Sparten unterschieden werden:

  • UberTaxi: umfasst Taxis im klassischen Sinne, die per App vermittelt werden

  • UberPop: bringt Fahrgast und private Fahrer zusammen

  • UberBlack: vermittelt den Fahrgast an einen Mietwagen mit Fahrer, auch als Minicar bekannt


Wie funktioniert die App?

Die Uber App für Smartphone, Tablet und Co wird hierbei genutzt, um seinen Standort bekanntzugeben. Hierfür wird in einer Karte per Fingertipp der gewünschte Abholort festgelegt, wahlweise kann der aktuelle Standort auch per GPS ermittelt werden. Anschließend wird eine der drei Fahrzeugkategorien ausgewählt, wahlweise können an diesem Punkt bereits die Fahrkosten abgeschätzt werden. Es wird unmittelbar angezeigt, wo sich die Mitfahrgelegenheit gerade auf der Karte befindet und wann diese voraussichtlich eintrifft. Wenn mehr Zeit benötigt wird, kann der wartende Fahrgast per SMS oder Anruf um Aufschub bitten.

Wie wird bezahlt?

Gezahlt wird bequem per PayPal oder Kreditkarte, die online hinterlegt wurde. Die Quittung geht per E-Mail ein und kann wahlweise ausgedruckt werden. Das Prinzip ähnelt somit einer klassischen Mitfahrerzentrale, allerdings professioneller und klar reglementiert. Andere Mitfahrerzentralen werden häufig, ohne, dass ein Unternehmen dahintersteht, privat und meist kostenlos betrieben.

Ein Fuß in der Tür der deutschen Taxis

Uber- Verbot

Uber-Verbot in Deutschland? (c) lichtkunst.73 / pixelio.de

Während sich das Unternehmen Uber, mit Sitz im US-amerikanischen San Francisco bereits seit 2009 auf dem heimischen Markt etabliert hatte, entschied sich das Startup dazu im Oktober 2014 neue Wege zu beschreiten und den deutschen Markt zu erschließen. In Großstädten wie Hamburg und Berlin hatten von nun an potenzielle Fahrgäste die Möglichkeit, über die Uber-App ein gewöhnliches Taxi zu ordern, oder eine Mitfahrgelegenheit bei einer Privatperson wahrzunehmen. Die Vermittlung an örtlich konzessionierte Taxis ähnelt stark den in Deutschland bereits verfügbaren Diensten myTaxi oder Taxi-eu, wobei insbesondere myTaxi als ernstzunehmender Konkurrent gilt.

Kontroversen um UberPop

Während UberTaxi in Deutschland bisher Fuß fassen konnte und sich vermutlich problemlos etablierten können wird, geriet UberPop, wie auch eCall, bereits seit Oktober 2014 immer wieder in die Schlagzeilen. Die alteingesessenen Taxifahrer forderten ein Verbot, da sie ihr Gewerbe bedroht sahen. So wiesen sie darauf hin, dass für die Personenbeförderung ein entsprechender Führerschein von Nöten sei, der bei Privatpersonen, die entsprechende Fahrten durchführen, nicht vorhanden ist. Zwei deutsche Gerichte nehmen an, dass ein Verstoß gegen das Personenbeförderungsgesetz vorliegt und es sich somit um einen Wettbewerbsverstoß handelt. Das Unternehmen fordert zwar eine Auskunft über den Punktestand und ein Führungszeugnis, aber keine gesundheitliche Eignung. Laut Golem wurde ein Uber-Verbot in Berlin bestätigt.

Schlechte Werbung ist gute Werbung

Letztendlich führen die zahlreichen Proteste zu einer regen Berichterstattung über das Unternehmen, was viele potenzielle Kunden erst auf Uber aufmerksam machte. Um nicht mit dem deutschen Gesetz in Konflikt zu kommen, ändert Uber nun seine Strategie und möchte vor allem auf UberTaxi und UberBlack setzen, um so das Verbot von UberPop auszugleichen.


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